Jobeinblicke mit den Salesforce-Projektleitern Ginett und Daniel

Beschreibt euren Job in drei Worten.

Daniel: Abwechslungsreich, spannend, herausfordernd.

Ginett: Planen, steuern, motivieren – das sind meine drei Hauptaktivitäten, mal  ganz abstrakt formuliert.

 

Auf einer Skala von 1 bis 10:  Wie stressig ist es, Salesforce-Projekte zu leiten. Und welchen Ausgleich habt ihr?

Ginett: 15 (lacht)! Zumindest zwischenzeitlich. Das hängt sehr von der Phase ab: Wenn das Projekt startet, dann bin ich bei einer entspannten 1-2, bei den ersten Stolpersteinen steigt das Stresslevel dann auf 5-6 und wenn das Projekt dem Ende zugeht oder wenn mehrere Projekte gleichzeitig laufen, dann übertrifft man schnell auch mal die 10. Aber einen guten Ausgleich finde ich im Sport und in meinem Garten. 

Daniel: Für mich ist es auch gar nicht so einfach, eine konkrete Zahl zu nennen. Mein Stresslevel variiert je nach Kunde, Unternehmensgröße oder danach, ob es ein internes oder externes Projekt ist. Auch zu Projektbeginn, wenn der Kunde gleich Ergebnisse und eine schnelle Umsetzung  sehen möchte,  kann sich das stressig anfühlen. Über den Daumen gepeilt sage ich mal 8 bis 9.  Dafür habe ich einen wirklich tollen Ausgleich: Zeit mit meiner Familie zu verbringen und unser privates Projekt voranzutreiben: den Hausbau.

 

Ihr seid beide noch nicht so lange in der Leitung von Salesforce-Projekten tätig. Was habt ihr vorher gemacht und wie seid ihr zu eurer jetzigen Rolle gekommen?

Ginett: Angefangen habe ich in der T-Systems MMS als Werkstudentin in den Bereichen Learning & Change Consulting, sowie in der Entwicklung. Anschließend bin ich in unserem Test & Integration Center aktiv geworden und habe dort Gutachten zur Barrierefreiheit und Usability von Softwareanwendungen erstellt. Das Projektmanagement war jedoch schon immer mein großes Ziel, deshalb habe ich mich auch intern als Projektleiterin für das Thema Salesforce beworben – und da bin ich!

Daniel: Ich komme aus einer ganz anderen Richtung – dem Einkauf – wo ich als Werkstudent und Diplomand in der MMS gestartet bin. Dort habe ich auch die ersten zwei Jahre nach meinem Berufseinstieg verbracht. Mich hat aber auch das Thema Human Ressources (HR) interessiert und so bin ich anschließend in unser Ressourcenmanagement gewechselt und habe in der Rolle ein großes Projektteam in Berlin mit allen Aufgaben rund um HR-Themen aufgebaut und betreut. Durch die dabei gewonnenen Einblicke in das Projektgeschäft habe ich Lust bekommen, mich im Projektmanagement auszuprobieren. Und seitdem leite ich Projekte rund um die Integration der Salesforce Plattform.

 

Wie sorgt ihr in euren Projektteams für gute Laune?

Daniel: Mit Süßkram (lacht).

Ginett: In einem so heißen Sommer, wie wir ihn dieses Jahr hatten, schnappe ich mir mein Team und wir gehen Eis essen. Das sorgt für gute Laune und einen freien Kopf zwischendurch. Ansonsten ist es mir wichtig, eine positive Atmosphäre  zu schaffen und zu allen Teammitgliedern eine persönliche Ebene herzustellen. Wir reden dann nicht nur über Arbeit, sondern auch über private Themen wie Urlaub und wir lachen viel zusammen. Wir haben zum Beispiel  in einem meiner Projektteams angefangen,  Urlaubsgrüße mit Fotos  per E-Mail zu verschicken und wir freuen uns immer, wenn einer auch während seiner Freizeit gedanklich mit dem Team verbunden bleibt.

Daniel: Ich finde es auch wichtig, sich auf einer privaten Ebene auszutauschen, aber dabei trotzdem die professionelle Arbeitsebene beizubehalten. Mit Blick auf die Motivation achte ich zudem darauf, meinem Team zu sagen, was gut lief und Lob zu verteilen.

Ginett: Ja, Wertschätzung wird immer gut angenommen. Meine Entwickler und Consultants haben von mir zum letzten Nikolaus eine „Merci“-Schokoladenpackung bekommen und haben sich über die Botschaft sehr gefreut.

 

Wie viel Zeit verbringt ihr monatlich im Schnitt so beim Kunden vor Ort?

Daniel: Unterschiedlich. Letzte Woche war ich zwei Tage bei Kunden. Die Woche davor bin ich für einen Tag zu einem Workshop mit einem anderen Kunden gereist. Es gibt Stoßzeiten, da bin ich schon wöchentlich unterwegs. Das ist aber die Ausnahme. Das meiste kann ich vom Büro aus steuern. 

Ginett: Mir geht es da wie Daniel. Ich bin hauptsächlich durch Workshops bei Kunden unterwegs und dann recht oft in kurzer Zeit. Das ballt sich zum Beispiel am Projektanfang oder wenn neue Themen hinzukommen. In der Zwischenzeit arbeite ich ganz regulär von meinem Büro aus.

 

Was reizt euch an eurer Arbeit?

Ginett: Mir gefällt die Herausforderung, als Projektleiterin immer der Kommunikationsmittelpunkt zu sein: Ich steuere mein Team und bin gleichzeitig Schnittstelle für den Kontakt zum Kunden.  Spannend finde ich es außerdem, Kundenbeziehungen aufzubauen: vom ersten Überzeugen mit unserem Team über das gegenseitige „sich aufeinander einstellen“ mit den Ansprechpartnern beim Kunden bis hin zu den Momenten, in denen wir alle als gemeinsames Team agieren und an einem Strang ziehen. Dann macht das Projekt richtig Spaß!

Daniel: Für mich sind die Einblicke in unterschiedliche Branchen besonders reizvoll, denn jeder Kunde in jeder Branche tickt anders. Hinzu kommt, dass ich als Projektleiter mit vielen Menschen zu tun habe. Dadurch lerne ich täglich dazu, wie ich auf die verschiedenen Charaktere eingehe und mich besser in sie hineinversetze.

 

Und nun zur letzten Frage: Was war der bisher schönste Moment in eurer Rolle?

Daniel: Da hatte ich sogar zwei. Erstens, meine Salesforce-Admin-Zertifizierung, die ich erst kürzlich erlangt habe. Wir haben bei uns in der MMS ein eigenes Weiterbildungsprogramm, mit dem wir uns auf die anspruchsvollen Zertifizierungen vorbereiten. Da muss man schon echt lernen, um ein solches Zertifikat zu erhalten. Und zweitens: Aus Projektsicht war mein schönster Moment, dass der letzte Release bei meinem Kunden so reibungslos über die Bühne gegangen ist.

Ginett: Mein schönster Moment war, als ich mein erstes Salesforce-Projekt für die Leitung übergeben bekam. Ursprünglich sollte ich als Neueinsteigerin im Projektmanagement erstmal nur mitlaufen und die Organisation eines Workshops übernehmen.  Dieser lief dann so gut, dass mir das Projekt im Nachgang übertragen wurde. Da war ich wirklich stolz. Und dann habe ich direkt noch ein zweites Projekt hinzubekommen – in dem Moment wusste ich: Jetzt bin ich in meiner Traumrolle als Projektleiterin angekommen.